Visions from the Other Side oder Mukou no Yume

(Review von spiritgospel http://code-moe.blogspot.com)

Diesmal schreibe Ich über ein sehr kurzes und recht altes Doujin Visual Novel vom mittlerweile nicht mehr existierenden Treasures Circle: Visions from the Other Side In VftOS geht es um die junge Chisato Mikogami, die sich aus unbekannten Gründen das Leben nimmt und anschließend als Geist weiterhin auf Erden wandert. Dabei trifft sie auf allerlei Geschöpfe und Geister, die das Jenseits bevölkern. Unter diesen Wesen gehören ein Fischgeist, welches einen Groll gegen Chisato hegt, Chisatos durchgeknallte Schwester Chiyu, die Experimente an ihr durchführt und schließlich die geradezu übermächtige Mutter der beiden Schwestern.

Wie Ihr sicherlich sehen könnt, ist das Artwork unglaublich schön. Man kann kaum glauben, dass es sich hierbei um ein Doujin Werk handelt, vor allem eins dass so alt ist. Dafür dass das Werk so kurz ist, hat es erstaunlich viele CGs. Das Charakter-Design gefällt mir sehr und die Tatsache, dass die Mädels allesamt Mikofuku tragen macht das Ganze nur noch besser. Bei den Hintergründen handelt es sich um leicht verwischte Fotografien, die hinterher am PC nachbearbeitet wurden. Sie wirken bei weitem nicht so gezeichnet, wie etwa bei Tsukihime, doch sind auch nicht so klar, wie die Fotografien, die bei Sound Novels oft verwendet werden. Jedenfalls passen die Hintergründe super mit den gezeichneten Charakteren zusammen und das ist schließlich was zählt. So gut das Visuelle sein mag, so kann man die Musik vollkommen vergessen. Um ehrlich zu sein, habe Ich diese schon vergessen. Sie ist schlicht unbeeindruckend und durch die recht kurze Länge des Werkes wird dieser Effekt noch weiter verstärkt

Insgesamt ist Visions from the Other Side mehr als schwach. Das einzig Gute an dem Werk ist wirklich nur der visuelle Aspekt. Es gibt keine richtige Story, alles was passiert ist, dass sich die verschiedenen Charaktere treffen und miteinander reden. Eine Slice of Life Atmosphäre kommt allerdings trotzdem nicht auf, dafür gibt es zu viele Zeitsprünge (da die Charaktere ja allesamt Geister sind…) und die Erzählperspektive wechselt zu oft. Das Ende ist geradezu grauenhaft, da es kein richtiges Ende ist; das Werk hört einfach auf. Allgemein macht die Story absolut keinen Sinn und viele Geschehnisse werden absichtlich vage gehalten.

Gerade bei Visuel Novels ist die Story am wichtigsten, gute CGs und Charakter Designs alleine machen eben kein gutes Visual Novel. Deswegen empfehle Ich absolut keinem dieses kurze und sinnlose Werk. Wer trotzdem auf den Geschmack gekommen ist, der kann sich Visions from the Other Side hier runterladen, welches von Edward Keyes im Rahmen des al|together 2006 ins Englische übersetzt wurde.

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visions_from_the_other_side.txt · Zuletzt geändert: 2015/08/02 14:07 von manus
 
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